06.05.2015 / komba gewerkschaft

Grundrechte verteidigen, Tarifeinheit stoppen

komba-Bundesvorsitzender Ulrich Silberbach äußerte sich am heutigen Mittwoch auf der Kundgebung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Köln. Dabei zeigte er sich solidarisch mit dem Kampf der GDL gegen die angestrebte Tarifeinheit.

„Die GdL setzt sich für Tarifpluralität und damit gegen eine gesetzlich auferlegte Tarifeinheit ein. Als Fachgewerkschaft stehen wir hinter diesem Anliegen“, sagt Silberbach. In der Berichterstattung sei diese Tatsache mittlerweile jedoch vollkommen ins Hintertreffen geraten.

Die komba gewerkschaft und allen voran Ulrich Silberbach weisen immer wieder auf das Recht aller Beschäftigten hin, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Und zwar dort, wo die eigenen Interessen bestmöglich vertreten werden. Das Gesetz ebne allerdings den Weg zur Einheitsgewerkschaft.

„Die, die derzeit auf die Straße gehen, verteidigen unsere Grundrechte. Und ab Freitag gesellen sich die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst dazu. Denn auch in diesem Bereich liegt vieles im Argen. Das lassen wir uns so nicht länger gefallen“, so Silberbach.

Nach dem Tarifeinheitsgesetz soll in Betrieben mit mehreren Tarifverträgen für die gleiche Beschäftigtengruppe nur noch der Vertrag der mitgliederstärksten Gewerkschaft gelten. Am 4. Mai 2015 fand eine Anhörung des Bundestags-Ausschusses für Arbeit und Soziales zum Tarifeinheitsgesetz statt. Bewilligt der Bundestag Mitte des Jahres das Gesetz, ist der Gang vor das Bundesverfassungsgericht sicher.

Ebenfalls am 4. Mai 2015 haben sich 96,53 Prozent der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, organisiert in den dbb Gewerkschaften wie der komba gewerkschaft, für einen bundesweiten Vollstreik ausgesprochen. Vorausgegangen war eine Urabstimmung bei allen Mitgliedern der betroffenen Fachgewerkschaften.

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Imagefilm der komba gewerkschaft

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